Wie lehre ich


Neben meiner Kreativarbeit als Kunstschmied führe ich auch ein Unternehmen in der realen Wirtschaft. Diese vermeintlichen Pole sind heutzutage jedoch nicht mehr voneinander zu trennen, wenn man sich aus seiner Passion heraus eine wirtschaftliche Existenz aufbauen möchte. Vor diesem Hintergrund ist das Studium eine prägende Zeit für die Studenten in einer Art „Schutzraum". Hier können sie in ihrer Kreativarbeit experimentieren und eine eigene „Design- und Kunstsprache" entwickeln, ohne ein ökonomisches Risiko einzugehen. Nichts desto trotz ist es wichtig, neben den rein künstlerischen Grundlagen auch Erfahrungen aus dem Arbeitsleben weiterzugeben, da die Studenten nach ihrem Abschluss vor der Situation stehen, sich eigenständig und selbstverantwortlich weiter zu entwickeln. Meine gemachten Erfahrungen aus den angesprochenen Bereichen lasse ich mit in meine Lehre einfließen.



”Handwerk ist das gesammelte Wissen über Generationen„

Heiner Zimmermann

Ziele

Für mich stellt das Vermitteln von Kerninhalten eines Kurses, sowie das individuelle und eigenständige Ableiten von  Strategien auf Studentenseite eine wesentliche Grundlage des Lehr- und Lernprozesses dar. Vor diesem Hintergrund möchte ich den Studenten einen Einblick in das internationale, zeitgenössische Metalldesign und Kunst geben, und darüber hinaus das selbstkritische Denken und Gestalten der Studenten fördern und fordern. Somit haben die Studenten die Möglichkeit, weiter an ihrer „Design- und Kunstsprache" zu arbeiten und einen selbstreflektierenden, lebenslangen Lernprozess einzuleiten. Folgende Kompetenzen erachte dabei ich als wichtig: Vermittlung der Grundlagen der Metallgestaltung (Materialgerechtigkeit, Formensprache, Limitationen, Techniken, künstlerische Auseinandersetzung mit Inhalten zu einer Form etc.) Findung, Förderung und Festigung einer individuelle „Designs- Kunstprache". Verständnis für kreative Vielfalt. Erkennen einer Verbindung von Kultur, Ethik und Mentalität im eigenen Kunstwerk. Findung innovativer Produkt- und Designmöglichkeiten durch eigenständigen Recherche, Analyse und Synthese. Entwicklung von Strategien zur Lösung von Design-, Inhalts- und Funktionsproblemen. Planung, Organisation und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei der Realisierung von Projekten Vermittlung des Design- oder Kunstinhalts an Außenstehende.

Kompetenzen nach Abschluss der Ausbildung

Kritischer Umgang mit der eigenen individuellen „Design- oder Kunstsprache" oder Design- oder Kunstrichtung. Flexibles Anwenden von Entwicklungs- und Gestaltungswerkzeugen. Kompetenter Umgang mit Herausforderungen in der Realwirtschaft. Entwicklung einer eigenen Strategie zum Start in die Selbstständigkeit Die Studenten fachlich weiterzubilden, sowie sie auf die Realwirtschaft vorzubereiten, sehe ich als meine Aufgabe an. Dabei übernehme ich jedoch nur eine Hälfte der Verantwortung. Die andere Hälfte der Verantwortung tragen die Studenten, welche bereit sein müssen, sich mit mir auf diesen Weg einzulassen.

Neben der Vermittlung der Grundlagen sehe ich meine Aufgabe vor allem darin, die Studenten zu motivieren und zu inspirieren, ihre Projekte kritisch zu hinterfragen und Anregungen zu geben. Dabei hilft konstruktive Kritik den Studenten, Projekte zu überdenken und neue Motivation zu schöpfen, auch über ihre eigenen Grenzen hinaus zu gehen und Neuland zu erkunden. Daraus entsteht automatisch Begeisterung für die persönliche kreative Weiterentwicklung.

Ich achte gezielt darauf, eine angenehme Lernatmosphäre zu erzeugen, welche auf Respekt und Vertrauen basiert. In einem solchen positiven Lernumfeld können sich Achtung  und Förderung von geistiger Vielfalt entwickeln. Ich sehe mich dabei als ein neutraler Mentor, welcher keine voreingenommene Meinung hat, um so die Studenten anzuspornen, ihre eigene künstlerische Sprache zu entwickeln. Hierbei kommt mir meine Tätigkeit als Moderator und Coach bei Teamtrainings zu Gute. Über die Jahre hinweg habe ich die Fertigkeit entwickelt, Menschen auf dem Weg einer persönlichen Entwicklung zu begleiten, ohne dabei meine eigenen Ansichten zu stark einzubringen.


Warum ich unterrichte:

Für mich ist es ein Dogma mein erarbeitetes Wissen bestmöglich an junge Menschen weiter zu geben, welche versuchen, sich mit ihrer Passion eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Die Metallgestaltung, sowie auch das jahrhundert alte Kunstschmiedehandwerk erleben derzeit eine Renaissance. Jedoch ist diese bei weitem noch nicht abgeschlossen, sondern in vollem Gange. Daher sehe ich es als Chance in Steneby ein Zentrum für gestalterische und künstlerische Ausbildung für den Metallberuf aufzubauen. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne und erachte es dabei als selbstverständlich, meine persönlichen Erfahrungen und Kenntnisse voll einzubringen.